Bee-Paper Wax

Wir stellen um auf das ökologische Frischhalte-Papier mit hervorragenden Umwelteigenschaften. So bleibt der Käse frisch und die Natur wird geschont.

Was ist das Bee-Paper Wax?

Das „Bee-Paper Wax“ ist ein ökologisches „Frischhaltepapier“ für Lebensmittel und die wahrscheinlich umweltfreundlichste Alternative zu Frischhalte- oder Alufolien.

Aus was besteht das Bee-Paper?

„Bee-Paper Wax“: Aus Holz, Gras und Bienenwachs - sonst nix!

Wie hoch ist der Grasanteil?

Momentan besteht das Bee-Paper zu ca. einem Drittel aus Grasfasern und zu zwei Drittel aus Frischfaserzellstoff aus Holz. Ein höherer Grasfaseranteil ist derzeit bei dieser Papierqualität technisch nicht möglich, wir versuchen jedoch, ihn stetig zu steigern.

Warum ist Gras ein so guter Rohstoff?

Gras ist fast überall in großen Mengen verfügbar und gehört zu den schnell nachwachsenden Rohstoffen. Für die Ernte (2–3-mal pro Jahr) und die Verarbeitung wird wesentlich weniger Energie benötigt als für herkömmliche Rohstoffe für die Papierindustrie. Denn anders als bei anderen denkbaren alternativen Faserstoffen wie Bagasse, Algen etc. ist das verwendete Heu trocken und damit ohne große vorherige Energiezufuhr nutzbar. 
Durch die rein mechanische Bearbeitung kann komplett auf Chemikalien verzichtet sowie der Einsatz von Wasser stark reduziert werden. 
Außerdem liegt die Ausbeute von Gras bei nahezu 100%, während sie für Zellstoff aus Holz, durch die Entfernung des Lignins, wesentlich geringer ausfällt (etwa 50%).

Woher stammt das Gras?

Das Gras kommt zum größten Teil aus dem Biosphärenreservat Schwäbische Alb von ungedüngten Ausgleichsflächen, deren Gras nicht für die Lebens- und oder Futtermittelproduktion geeignet ist.

Welchen Einfluss hat das Bee-Paper auf die Artenvielfalt?

Das Gras für das Bee-Paper stammt hauptsächlich aus sogenannten Ausgleichsflächen. Durch den Haus-, Straßen- und Leitungsbau wird unsere Natur immer stärker beeinträchtigt. Als Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen müssen auf Ausgleichsflächen „landschaftspflegerische und der Natur dienliche Maßnahmen“ durchgeführt und dauerhaft erhalten werden. 
Häufig werden diese Flächen „gemulcht“: Gras und Kräuter werden gemäht und zerkleinert. Beim Einsatz von Mulchmähern wird ein Großteil des Kleintierbestandes (Insekten, Amphibien, Reptilien) getötet oder verstümmelt, zudem macht das zumeist auf der Fläche verbleibende Mulchsubstrat die Entwicklung artenreicher Pflanzengesellschaften unmöglich. Mulchen auf Ökoflächen wird daher nicht empfohlen, leider jedoch sehr häufig praktiziert. 
Eine naturnahe Produktion von Heu für das Bee-Paper fördert die Artenvielfalt von Flora und Fauna. Diese heute auf vielen Flächen nicht existierende Wertschöpfung kann dafür sorgen, dass sich der Zustand vieler Ausgleichsflächen aus naturschutzfachlicher Sicht wesentlich verbessert.

Ist die Nutzung von Grünland besser als Waldfläche?

In tropischen Eukalyptusplantagen wachsen pro Hektar und Jahr etwa 40 Tonnen Holz. Auf einem Hektar Grünland sind es „nur“ 15-18 Tonnen Gras. Jedoch werden bei der Holz-Zellstoffherstellung ca. zwei Drittel durch die energetische Verwertung im Produktionsprozess verbraucht. Nur ein Drittel wird tatsächlich für den Zellstoff genutzt. Dadurch sind die effektiven Faserstoff-Erntemengen von tropischen Wald- und Grünflächen vergleichbar. 
Im kälteren Kontinentaleuropa beträgt der Holzzuwachs nur ca. 3,2 Tonnen (Mischwald, abzüglich energetischer Verwertung) und der Graszuwachs 3-5 Tonnen, weshalb sich die Flächennutzung von Gras günstiger darstellt.

Weshalb ist das Bee-Paper ein wertvoller Klimaschützer?

Bei der Zellstoffproduktion aus Holz werden ca. 6.000 kWh Energie pro Tonne benötigt, bei der Grasfaserproduktion nur etwa 150 kWh. Dies liegt zum einen an der natürlichen Sonnentrocknung des Heus und zum anderen an den wesentlich einfacheren mechanischen Aufbereitungsschritten für das sehr viel weichere und lignin-ärmere Fasermaterial. 
Hinzu kommen die Transportwege: Ein Großteil des in Deutschland verfügbaren Zellstoffs stammt aus Skandinavien, Südamerika oder Asien, weshalb eine zusätzliche CO2-Mehrbelastung von durchschnittlich 280 kg pro Tonne Holzzellstoff entsteht.
Im Vergleich zu Zellstoffen aus Holz haben Grasfasern insgesamt einen um fast 75% verbesserten CO2-Wert und dadurch die beste Ökobilanz aller Pflanzenfasern, die heute in der Papierproduktion verwendet werden.

Welche Funktion hat das Bienenwachs im „Bee-Paper Wax“?

Die Wachshülle sorgt dafür, dass weniger Keime zum Lebensmittel gelangen. Die antibakteriellen und antifungalen Eigenschaften des Bienenwachses halten Lebensmittel länger frisch. Perfekt für Käse, Wurst, Fleisch, Brot, angeschnittenes Obst und Gemüse ...

Ist das Bienenwachs „Bio“?

Das für die Herstellung des „Bee-Paper Wax“ verwendete Bienenwachs stammt sowohl aus konventionellem Anbau als auch aus biologischem Anbau. 
„Bio“ ist eine durch die EG-Öko-Verordnung EU-weit geschützte Bezeichnung für Lebensmittel. Da Bienenwachs kein Lebensmittel ist, gibt es somit auch kein „Bio-Bienenwachs“. 
Stattdessen gibt es Bienenwachs aus „kontrolliert biologischem Anbau“. Hier wird zwar der Einsatz von Medikamenten zur Bekämpfung von Krankheiten und Chemie zum Fernhalten der Bienen beim Ernten des Honigs untersagt, was leider jedoch nicht automatisch bedeutet, dass keine Pestizid- oder Antibiotika-Rückstände enthalten sein können. 
Für das „Bee-Paper Wax“ wird ausschließlich 100% naturreines und unverfälschtes Bienenwachs verwendet, das immer auf Rückstände geprüft wird und sogar als Lebensmittelzusatz zum Verzehr geeignet ist. Dies ist deshalb so wichtig, da das Wachs auch über einen Zeitraum von mehreren Wochen mit Lebensmitteln in Kontakt sein kann und eventuell im Wachs enthaltene unerwünschte Rückstände so in Lebensmittel gelangen könnten.

Ist das Bee-Paper auch für Allergiker (zum Beispiel bei Heuschnupfen) 
geeignet?

Ja, das Bee-Paper ist auch für Menschen mit einer Heuschnupfen-Allergie kein Problem und kann ohne Bedenken verwendet werden.

Wie soll das Bee-Paper Wax entsorgt werden?

Das Bee-Paper Wax sollte aufgrund der Beschichtung mit Bienenwachs im Biomüll verwertet und dem natürlichen Kreislauf zugeführt werden.

Weshalb gibt es kein weißes Bee-Paper?

Um weißes Papier zu erhalten, muss es gebleicht werden. Dies kann bei manchen Druckprodukten wichtig sein, unserer Meinung nach jedoch nicht bei einer Lebensmittelverpackung: „Dem Käse ist es Wurst, welche Farbe die Verpackung hat.“ 
Wir verzichten deshalb auf sämtliche chemische Bleichmittel und lassen dem Graspapier die natürliche Grünfärbung. Da das Bee-Paper ein Naturprodukt ist, kann es zu leichten Farbschwankungen kommen.