Obergrashof, Dachau

Kontakt
www.obergrashof.de

Zertifizierung
Demeter

Betriebschwerpunkte
Freilandanbau, Saatgutzucht
 

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Das Dachauer Moos ist eine Niedermoorlandschaft mit Auen, Streuwiesen, Kiefern- und Bruchwäldern nördlich von München – eine Kulturlandschaft von beeindruckender floristischer und faunistischer Artenvielfalt. Es bildet in seiner vielschichtigen Landschaft einen wichtigen Lebensraum und Rückzugsort vieler bedrohter Tiere und Pflanzen. Diese Region ist die Heimat des Obergrashofs. Der Erhalt und die Gestaltung dieser Landschaft und die Position des Menschen in diesem System prägen die Arbeit am Obergrashof.

Vier Familien, ein Motiv – das Team des Obergrashof

Vier Familien bewirtschaften über 115 Hektar Nutzfläche – zum Anbau von Fein- bzw. Wurzelgemüse, zur (Er)Haltung des Murnau-Werdenfelder Rindes und zur Versorgung einer kleinen Schafherde.

Das Kollektiv ist vielerlei interessiert. Ihr Kernmotiv besteht in der Bewahrung des Ehemaligen und in der Fortentwicklung des Bewährten zu Neuem – alte Tierarten und Pflanzensorten erhalten hier ihren neuen Stellenwert. Ihre Position in der Öffentlichkeit und die innere Motivation des einzelnen Teammitglieds geben dem Obergrashof den fortwährenden Impuls zur Wissenentwicklung.

Sortenerhalt und Saatgutzucht – Erfahrungsaustausch im Netzwerk

Der Obergrashof ist seit dessen Gründung im „Initiativkreis für biologisch-dynamisches Gemüsesaatgut“ aktiv. Das Netzwerk biodynamischer, ökologischer Züchter und Vermehrer besteht europaweit. Die Saatgutvermehrung im ökologischen Gemüsebau ist eine junge Disziplin und lebt vom Erfahrungsaustausch der Züchter und Anwender- der Initiativkreis bildet hier ein lohnendes Netzwerk. So ist es ihnen u.a. gelungen die vom Aussterben bedrohte Kohlrabi-Sorte „Rasko“ weiterzuentwickeln. „Rasko“ wurde so als neue Kultursaatsorte in die Bundessortenliste eingetragen und steht so der Allgemeinheit zur Verfügung.

Nutze was Du schützen willst – der Erhalt des Murnau-Werdenfelser Rinds

Das Murnau-Werdenfelser Rind ist weltweit eine der ältesten Rinderrassen. Seine Heimat ist das Alpenvorland – mit feuchten Wiesen und hügligem Gelände und rauem Klima. Seit Aufkommen der Hochleistungsrassen ist der „Murnauer“ vom Aussterben bedroht. Die Zucht des Murnau-Werdenfelser-Rindes am Obergrashof leistet einen großen Beitrag am Erhalt dieser Rasse. Mit 70 Rindern steht hier die zweitgrößte Herde der Welt. Bulle „Liebstock“ ist zur Zucht anerkannt und seine Herde im Herdbuch eingetragen – so wird die Rasse verantwortungsvoll erhalten und in der Gesellschaft neu positioniert.

Umweltpädagogik - Wissen ohne Erkenntnis führt zu Handeln ohne Verantwortung (Rudolf Steiner)

Wissensaustausch lässt Wissen wachsen und Ideen reifen. Der pädagogische Einsatz der „Obergrashofer“ ist über viele Jahre intensiver Bildungsarbeit zu einem praxisnahen Bildungskonzept ökologischer Landarbeit erwachsen.

Der Obergrashof unterstützt die Vereine „Dachauer Moos“ und „Umweltinstitut München e.V.“ Diese initiieren Aktionen für Schulkinder, für die ganz Kleinen und Mittelgroßen. In der Erwachsenenbildung bietet der Obergrashof fachkundliche Seminare und Vorträge, Führungen und Praktika an - ein umfassendes pädagogisches Spektrum auf unterschiedlichsten Begegnungsebenen.

Der Verband Demeter würdigt das Gesamtkonzept des Obergrashofes mit der Vergabe des Landwirtschaft-Kulturpreises.

Der Obergrashof beliefert die Biokiste mit Fein- und Wurzelgemüse, verschiedenen Salatsorten, Kraut, Pastinaken, Sellerie, Kürbis, Broccoli, Blumenkohl, Kohlrabi, Rettich, Fenchel, Spinat, Radieschen, Lauch, Möhren, Wurzelpetersilie, sowie die Sonderkulturen Chicoree und Kresse.